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Archiv für September, 2009

Viele Kameras

25. September 2009 sep Keine Kommentare

Hmm, als ich heute mal von der Arbeit kam, hab cih mich mal entschieden einfach die Kameras zu zählen, welche mich aufnehmen. Ich muss dabei wohl ausgesehen haben wie ein Tourist. oder für die Leute dennen die Kameras gehören wie ein Verdächtiger. :D Mein Heimweg dauert ca 60min und ich habe sage und schreibe 74 Kameras gezählt. Kurz zu meinem Heimweg. Ich fahr erst Bahn. ca 20min dann komme ich an dem Hbf an. Danach gings für mich zu Fuss zum Anger in ca 5min. Danach dann in die S-Bahn. Auch noch mal ca 20min. Dann Noch kurz Geld holen in den Thüringen Park. Danach dann noch in den Edeka, schnell mal was zu Essen kaufen und danach dann in meine Wohnung. 74(!) Kameras, welche mich Beobachtet haben in 60min. Ich find das irgendwie Pervers. Schreibt mir mal eure Erfahrungen damit!

Der Kamerawahn

24. September 2009 sep Keine Kommentare

Mir ist heute mal aufgefallen, wie krank doch die Politik und auch die Unternehmer sind. Grund dafür war ein Buch, welches ich bekommen habe. 1984 von George Orwell. Als ich angefangen hab es zu lesen, saß ich gerade in der Straßenbahn. Ich hab nach oben geschaut und sah eine Kamera. Ich stieg aus und ging was einkaufen. In dem Center waren vom Eingang bis zur Rolltreppe (vlt. 50m) ca. 5 Kameras. Im Media Markt ist es noch schlimmer. Dort sind bei uns schätzungsweise 20 bis 30 Kameras angebracht. Nun frag ich mich wozu?

Um mal auf das Bsp. Media Markt bei mir einzugehen. Es sind dort immer viele Kunden auch Personal hat Media Mark mehr als genug. Also im Grunde genommen ausreichend Augen dort in dem Laden. Wie die Führungsebene von MM wohl auch vermutet ordentlich Langfinger. Also nicht verwunderlich warum dort so viele Kameras sind. Oh doch, sehr verwunderlich finde ich! Es gibt genug Mitarbeiter, welche ein Auge auf die Produkte haben und Diebstahl melden können. Genauso wie dort immer ein Laden-Detektiv rum streunert. Früher gab es noch Zivilcourage. Heutzutage wird diese durch Kameras abgeschafft. Weil sich keiner mehr verantwortlich für die andren fühlt. Schlimm finde ich so was und auch die Betriebsführung muss stark gelitten haben, solch ein Misstrauen gegenüber seinen Mitarbeitern zu haben. Aber “zum Glück” ist ja der Media Markt kein Einzelfall.

Besonders die CDU ist in dem Bereich “Sicherheit” sehr weit vorne. Schon in ihrem Wahlprogramm[1] hat die CDU/CSU erläutert, wie sie die Sicherheit verschärfen möchten. Dabei ist mir auch das Interview mit CDU-Politiker Trapp[2] aufgefallen.

Ich gehe immer von der Unschuldsvermutung aus. Aber ich brauche Informationen über Personen, die den Staat verändern wollen. Denn ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit. Ich kann mir doch nicht von einem Taliban vorschreiben lassen, was ich zu tun und zu lassen habe.

Benjamin Franklin hält dagegen!

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.

Und nun schauen wir uns doch mal an, wie groß die Gefahr denn durch die Taliban ist. Natürlich kam dort vor kurzem EIN Thema zu Hauf in den Medien. Afghanistan und der Verteidigungsschlag auf den Tanklaster. Auch ziehen die Taliban Richtung Norden, wo die Deutschen ihre Stützpunkte haben. Auch gibt es zur baldigen Bundestagswahl einige Meldungen über einen Terroranschlag nach den Wahlen[3]. Jedoch habe ich vor solchen Terror-Warnungen wenig Angst. Natürlich gab es schon Versuche hier in Deutschland. Bsp Köln und der Anschlag im Hauptbahnhof[4] oder die Sauerlandgruppe[5]. Wobei der erste Anschlag nicht verhindert wurde. Es war unser Glück, dass der Zünder bei den Kofferbomben einen technischen Defekt hatte. Auch die Sauerlandgruppe wurde nicht durch Überwachungskameras, sondern durch V-Männer enttarnt. Überwachungskameras können keine Sicherheitskräfte ersetzen. Trotzdem möchte dies die Politik. “Eigentlich läuft alles ganz prima, aber trotzdem brauchen wir mehr Überwachung”[6] so die Meinung von Angela Merkel. Aber 2006 ist ja schon lange her und seit dem hat sich viel geändert. Ansonsten nehmen wir solche Meldungen wie die verstärkte Telefonüberwachung[7] einfach hin, oder auch die Vorratsdatenspeicherung. Dort hat der CCC, schon vor einiger Zeit, ein Dokument veröffentlicht, welches die Gefahren dieses Werkzeug zeigt[8]. Das BKA-Gesetz ist ebenfalls noch nicht vom Tisch. Im Frühjahr lebte dort ein Projekt gegen das BKA-Gesetz auf[9].

Aber nicht nur in der “realen” Welt hält die Überwachung Einzug. Auch im Netz der Netze ist, wie zu erwarten, dies ein Thema. So zum Beispiel sponsert die EU 11 Mio Euro für die Entwicklung eines Systems um Blogs, Foren, Social Networks und viele andere Medien des Web 2.0 automatisch zu durchsuchen und auszuwerten. Um, wie in dem Artikel[10] beschrieben “ungewöhnliches Verhalten” festzustellen. Echt grauenerregend diese Vorstellung. Natürlich wird im Internet nicht so schnell vergessen. Aber möchtet ihr, dass dort direkt nach euren auffälligen Äußerungen gesucht wird? Vielleicht von euch sogar ein Profil erstellt werden kann, welches EU weit eingesehen werden kann? Also, ich möchte das nicht. Da gibt es bei mir auch kein “eigentlich” und “wenn” und “aber”.

Was ich mich jedoch immer wieder frage. Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen. Dort gab es immer “Tratschweiber”, welche alles wussten. Es geht sogar noch schlimmer, wenn die Nachbarn wissen, wann man aus dem Haus gegangen ist und wann man wieder kam &&& So etwas stört einen, weil das ein Eindringen in die Privatsphäre ist. Aber wenn in Kaufhäusern und auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden Überwacht wird, dann stört es einen nicht. Wie gesagt war ich heute kurz einkaufen. Nicht länger als eine halbe Stunde. Aber ich will nicht wissen, wie viele Videos es nun von mir gibt. Das entscheidende dabei ist auch noch, dass Kameras und Computer nicht so schnell vergessen. Diese Daten sind von euch gespeichert. So lange wie die Festplatte hält, oder so lange wie die Überwachungsorgane entscheiden diese Daten zu behalten! Dabei hilft auch nicht die Aussage, “Ich habe ja nichts zu verbergen.” Was ich einkaufe und wo ich es einkaufe, wo ich hin gehe und was ich dort mache, das ist alleine meine Sache. Solange ich natürlich strafrechtlich nicht auffalle. Ich muss nicht durch einen, wie Geoge Orwell ihn nennt, “Großen Bruder” beaufsichtigt werden. Wir können alleine Verantwortung übernehmen und sollten es auch!

Links

  1. Seþ[og.org » Wahlprogramm der CDU/CSU
  2. Kameras für eine freundliche U-Bahn
  3. Al-Qaida droht Deutschland in neuem Video
  4. So nah am Terroranschlag wie noch nie
  5. Angeklagter gibt Details der Terrorplanungen preis
  6. Merkel plädiert für mehr Überwachung trotz hoher Sicherheit
  7. Die Polizei hört immer öfter mit
  8. CCC: Vorratsdatenspeicherung bringt unkontrollierbare Überwachung
  9. “Projekt Verfassungsbeschwerde” gegen BKA-Gesetz vorgestellt
  10. EU-Projekt soll Techniken für Internetüberwachung entwickeln

PHP Dbg und der Apache

8. September 2009 sep Keine Kommentare

So, nachdem ich nun mal mein halbes gentoo System neu aufgesetzt habe bin ich auf etwas Interessantes gestoßen. Ich programmiere ab und an auch gerne mal PHP. Natürlich ist ein Debugger beim programmieren in der Umgebung ein recht nützliches Werkzeug. Also habe ich mich einmal auf die Suche gemacht und auch was feines gefunden.

PHP Dbg nennt sich der nette Gefährte und er lässt sich auch relativ einfach in Eclipse integrieren. Zur Vorbereitung jedoch erst einmal was anderes. Damit ich als normaler User auf meinem System PHP ordentlich und ohne Umwege scripten kann habe ich mir einen Userdir angelegt. Das geht wie folgt. Zuerst müsst ihr dazu die /etc/conf.d/apache2 auf eurem gentoo System bearbeiten. Dort sind die APACHE2_OPTS wichtig. Fügt dort einfach “-D USERDIR” hinzu. Dann geht es weiter mit der /etc/apache2/modules.d/00_mod_userdir.conf. Diese sieht bei mir folgendermaßen aus:

<IfDefine USERDIR>
    <IfModule userdir_module>

        UserDir workspace/web

        <Directory /home/*/workspace/web>
            AllowOverride FileInfo AuthConfig Limit Indexes
            Options MultiViews Indexes SymLinksIfOwnerMatch IncludesNoExec
            <Limit GET POST OPTIONS>
                Order allow,deny
                Allow from all
            </Limit>
            <LimitExcept GET POST OPTIONS>
                Order deny,allow
                Deny from all
            </LimitExcept>
        </Directory>

        <IfDefine SUEXEC>
            <IfModule suexec_module>
                <Directory /home/*/workspace/web/cgi-bin>
                    Options ExecCGI
                    SetHandler cgi-script
                </Directory>
            </IfModule>
        </IfDefine>

    </IfModule>
</IfDefine>

Danach habe ich den Vorteil, dass ich in ~/workspace/web an meiner Seite arbeiten kann. Jetzt muss der apache nur noch neu geladen/gestartet werden und dann kann man auch schon mal eine kleine Testseite aufrufen. Diese Testseite befindet sich in meinem Fall hier: http://localhost/~sep/ (sep, natürlich mein Benutzeraccount)
Schon ist es ein sehr viel angenehmeres Arbeiten. Nun kann ich mit der Installation von PHP Dbg beginnen. Dazu diesen erst einmal unmasken und dann emergen. Nicht zu vergessen ist das Common Language Interface von PHP. Da ihr ohne dies kein PHP Parser mit an Bord habt, welchen ihr jedoch braucht!

# echo "dev-lang/php cli" >> /etc/portage/package.use
# emerge -avN php
# echo "dev-php/phpdbg ~*" >> /etc/portage/package.keywords
# emerge -av php phpdbg

Nun öffnet ihr die /etc/php/apache2-php/php.ini. Dort müssen alle Einträge mit zend und debug entfernt werden. Ist dies geschafft, gehts in der /etc/php/apache2-php/ext/dbg.ini gleich weiter. Diese sieht bei mir folgendermaßen aus:

[Debugger]
extension=dbg.so
debugger.enabled=on
debugger.profiler_enabled=on
debugger.timeout_seconds=600
debugger.JIT_enabled=Off
debugger.JIT_host = localhost
debugger.JIT_port = 7869

Danach wieder einmal den Apache neu laden/starten. Wenn ihr nun eine phpinfo Datei aufruft, sollte es dort eine neue Section geben. Diese heißt “dbg”. Dort sollten dann die Informationen stehen, welche ihr gerade in die dbg.ini geschrieben habt. Wenn das alles funktioniert hat können wir nun Eclipse starten. Wir nehmen uns nun ein, wie sollte es auch sein, PHP Projekt vor. Dort möchten wir beispielsweise die src/index.php debuggen. Dazu dann einfach auf den Debug Dialog und ein neues DebugScript für PHP erstellen. Als Namen könnt ihr euch dort was aussuchen. Bei mir nennt es sich “Debug PHP Core”.

Auf dem Reiter File wählt ihr in dem Punkt Project natürlich euer Projekt aus und bei File natürlich die Datei welche ihr debuggen wollt. Bei mir “src/index.php”. Den zweiten Reiter überspringe ich und fahre mit dem dritten fort.

Enviroment. Dort wählt ihr als Interpreter “/usr/bin/php” aus. Diese Datei wurde durch das cli USE-Flag erzeugt. Dann geht ihr zu Remote Debug. Dort ein Häckchen bei Remote debug setzen, Cross Platform debugging und Open with DBGSession URL in internal Browser. Nicht mehr Häckchen. Danach tragt ihr bei Remote Sourcepath den Pfad der zu debuggenden Datei auf dem Remote Rechner. Jedoch nur den root-Pfad zu dem Projekt. Darunter bei den Mapped Path dann wieder ähnlich. Der lokale Pfad ist natürlich euer Pfad zu dem Projekt. Der remote Pfad ist dann wieder der Pfad vom Server zu dem Projekt. Also, da das alles bei mir lokal läuft, sind alle drei Pfade gleich. Sie lauten “/home/sep/workspace/web”.  Das zweite Enviroment Register könnt ihr dann überspringen.

In dem letzen Reiter Common nur noch den Hacken bei Debug machen und dann noch evtl. den Zeichensatz umstellen. Danach nur noch das Script speichern und schon kanns auch los gehen.

Wir wechseln nun zu erst in die Debug Sicht in Eclipse. Dann können wir ein paar Brechpunkte setzen und dann das Debuggen starten. Oben in der Debug Session sehen wir, dass der Debugger nun auf localhost Port 10001 lauscht. Also geben wir ihm den! Dazu öffnet ihr einen Browser. Dann rufen wir die Adresse nun auf. http://localhost/~sep/src/index.php. Die Seite wird normal aufgebaut und der Debugger wartet immer noch. Nochmal wie folgt aufrufen: http://localhost/~sep/src/index.php?DBGSESSID=1@localhost:10001 Wichtig ist dabei “DBGSESSID=1@localhost:10001″, womit der Debugger über den Apache aktiviert wird. Wenn nun alles geklappt hat, dann sollte die Seite sich nicht aufbauen. Dann läuft der Debugger und man kann in Eclipse durch steppen.

Wichtig sind nochmal die drei Ordner die ihr angeben müsst. Der Remote Path und die beiden Mapper. Wenn diese nicht vernünftig konfiguriert sind, läuft es einfach nicht. Es kommt kein Fehler und kein gar nichts. Einfach damit rum probieren. Was jedoch einfach mal hilft, um zu schaun, ob der Debugger funktioniert, ist ohne den Debugvorgang in Eclipse zu starten einfach mal “?DBGSESSID=1@localhost:10001″ an die Seite anhängen. Dann sollte kommen, dass der Debugger keinen Port finden kann, oder ähnliches. Also, euch viel Erfolg damit.

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